Du sollst nicht mehr arbeiten, um sichtbar zu bleiben — du sollst klüger arbeiten. KI ist dabei kein Zauberknopf und schon gar kein Ersatz für dich. Sie ist eine Assistentin, die nie müde wird, nie diskutiert und genau das tut, worum du sie bittest. Der Haken: Sie ist nur so gut wie deine Frage.
Die meisten Frauen, mit denen ich arbeite, geben nach zwei Versuchen auf, weil die Antworten „so generisch" klingen. Kein Wunder — sie haben generische Fragen gestellt. Hier sind fünf Prompts, die das ändern. Kopier sie, setz deine Details ein, und gewinn deine Woche zurück.
Der Trick ist nicht die KI — es ist die Frage
Ein guter Prompt enthält drei Dinge: wer du bist, für wen du schreibst und was am Ende herauskommen soll. Je konkreter du bist, desto mehr klingt das Ergebnis nach dir und nicht nach Roboter. Lass uns das an fünf Aufgaben durchspielen, die jede Woche Zeit fressen.
01 · Der Themen-Generator
Schluss mit dem leeren Content-Kalender. Statt jeden Montag zu grübeln, lässt du dir einen ganzen Monat in Minuten vorstrukturieren — entlang der Reise deiner Kundin.
„Ich bin [Beruf] und helfe [Zielgruppe] dabei, [Ergebnis] zu erreichen. Gib mir 20 Content-Ideen für die nächsten vier Wochen, sortiert nach den Phasen Aufmerksamkeit, Vertrauen und Entscheidung. Pro Idee ein konkreter Hook in einem Satz."
02 · Die Schreib-Stimme
Du hast die Gedanken — nur nicht die Zeit, sie auszuformulieren. Gib der KI deine Stichpunkte und klare Ton-Regeln, dann bleibt es deine Stimme.
„Hier sind meine Stichpunkte: [...]. Schreib daraus einen Instagram-Post. Ton: warm, klar, direkt. Kurze Sätze. Sprich mich-Form. Keine Floskeln, kein ‚in der heutigen schnelllebigen Welt', keine Emojis. Beginne mit einer Aussage, die widerspricht."
03 · Der Posteingang-Befreier
Anfragen beantworten kostet Nerven, nicht Zeit — aber beides summiert sich. Lass dir einen Entwurf bauen, den du nur noch persönlich nachwürzt.
„Formuliere eine freundliche, professionelle Antwort auf diese Anfrage. Ton: nahbar, aber verbindlich. Maximal 120 Wörter, mit einer klaren nächsten Aktion am Ende. Hier die Nachricht: [E-Mail einfügen]"
04 · Der Verdichter
Aus einem langen Text die eine Kernaussage zu schälen, ist harte Arbeit. Genau das kann KI hervorragend — wenn du eine klare Messlatte vorgibst.
„Fass diesen Text in drei Sätzen zusammen, die eine 12-Jährige versteht — ohne dass die Kernaussage verloren geht. Danach: ein Satz, der neugierig macht, ohne alles zu verraten. Text: [...]"
05 · Der Perspektivwechsel
Bevor du etwas veröffentlichst, lass die KI in die Rolle deiner skeptischsten Kundin schlüpfen. Ehrliches Feedback in zehn Sekunden statt drei Korrekturschleifen.
„Lies diesen Text als skeptische Kundin, die wenig Zeit hat. An welcher Stelle steige ich gedanklich aus? Welche Frage bleibt offen? Sei ehrlich, nicht nett. Text: [...]"
„KI nimmt dir nicht das Denken ab. Sie nimmt dir das Tippen ab — damit mehr Zeit zum Denken bleibt."
So baust du es in deine Woche ein
Du musst nicht alle fünf auf einmal nutzen. Nimm dir diese Woche einen Prompt vor — am besten den, der dich gerade am meisten Zeit kostet. Speichere ihn dir als Vorlage ab, fülle deine Details ein, und merke dir, was du an der Antwort noch ändern würdest. Genau dieses Feintuning ist dein Stil — und den kann dir keine KI wegnehmen.
Nach zwei Wochen hast du deine eigene kleine Prompt-Bibliothek. Und plötzlich sind die Stunden, die früher im Formulieren versickert sind, wieder für das da, was nur du kannst.